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Namaste

Willkommen auf meinem Blog! Hier teile ich meine Gedanken rund um mein Yogi-Leben. Ich freue mich, dass du da bist! 

Mein Yoga und ich.

Mein Yoga und ich.

Mein Yoga und ich führen eine Freundschaft mit einem sehr klassischen Verlauf. Es gab Phasen in unserer 8-jährigen Freundschaft in der wir keinen Tag ohne einander verbracht haben - und dann gab es auch mal wieder Zeiten, in denen ich mich etwas zurück gezogen habe, weil ich glaubte etwas anderes sei wichtiger. Doch unsere Beziehung hielt das immer aus. Wie eine gute Freundin, war Yoga immer für mich da, wenn ich mich körperlich schlecht fühlte und auch im Geist. Dann habe ich mich immer gefragt, wie es jemals so weit kommen konnte, dass es überhaupt jemals ein Ab in unserer gemeinsamen Zeit gab, anstatt ständige Aufs. 

Seit ich 2015 in meine Selbstständigkeit gestartet bin, habe ich einen komplett anderen Lebensrhythmus. Seit keiner mehr von mir erwartet Punkt 9 Uhr an irgendeinem bestimmten Platz zu sitzen, habe ich angefangen meinen Tag mehr nach meinem Befinden zu planen, sofern das möglich ist. Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen, wenn Kunden einen um eine bestimmte Uhrzeit zu einem Termin erwarten, ist es natürlich selbstverständlich, dass ich dann auch erscheine. Aber ich kann das jetzt mit einer anderen Energie und Konzentration, weil mein Körper wieder mir gehört. Wenn ich also morgens keine Termine habe, lasse ich es durchaus auch mal langsam angehen, mache mir einen schönen Kaffee und ein leckeres Müsli mit Obst und starte dann mit voller Energie in mein Tagwerk. Entgegen dem ersten Impuls, kann ich euch versichern, dass ich dadurch viel effizienter geworden bin. Ich schaffe so viel mehr, in viel kürzerer Zeit, weil ich eine höhere Konzentration erreiche und einfach auch angemessen Feierabend machen will. Mein Umfeld bestätigt, dass alleine das dazu geführt hat, dass ich ausgeglichener bin, glücklicher wirke und auch mein altes "Strahlen" wieder habe. 

Nachdem ich so in ein paar Monaten wieder zu mir selbst wurde, bemerkte ich einen Wahnsinns-Überschuss an freier Energiereserven. Ich schwänkte also von dem einen Extrem der übermäßigen Erschöpfung, in das nächste Extrem des Unausgelastet-Seins. Ich wählte mir Sport als Heilmittel, um diese Energie in körperliche Fitness und Gesundheit umzuwandeln. Ich hatte auch schon "viel zu lange nichts mehr gemacht" :). Ich ging also regelmäßig ins Fitnessstudio und arbeitete an meiner Kraft und Ausdauer - mit viel Erfolg und noch mehr Spaß. Ich merkte außerdem, dass ich das Ziel erreicht hatte die überschüssigen Energien auszugleichen - ich wurde ruhiger, konnte wieder besser schlafen und fühlte mich insgesamt wohler. Das war in einer Phase, in der ich mal wieder etwas weniger Kontakt zu meiner alten Freundin Yoga hatte. Ich stand zwar regelmäßig auf der Matte, um den Kontakt nicht ganz zu verlieren, aber es war eher ein sporadisches "Hallo, wie geht's" als ein "Ohne dich komme ich nicht über den Tag". Und das machte sich bemerkbar in einem immer steifer werdenden Körper. Ich baute Muskeln auf, verlierte aber meine Flexibilität. Also habe ich mir vorgenommen wieder regelmäßig Yoga zu praktizieren, wenn auch erstmal weiter zuhause. Nach einer Weile bemerkte ich, dass ich doch mal wieder die Unterstützung eines Trainers brauchte und so gewöhnte ich mir wieder eine regelmäßige Praxis in verschiedenen Studios an.

Und das war so gut!!! Niemals fühlte ich mich so verbunden mit Yoga. Natürlich war sie immer meine Freundin, aber wir waren uns nie so nah, wie ab diesem Zeitpunkt. Ich konnte mich viel besser auf die Wirkung, die Yoga auf mich hat, einlassen und ließ los. Das war der Urknall in unserer Beziehung. So ein bisschen wie in dem bekannten Song von Klaus Lage "Tausend mal berührt, tausendmal ist nichts passiert. Tausend und eine Nacht. Und es hat Zoom gemacht."

Dieser "Urknall" fiel mit einem Umstand zusammen, den wohl jeder Selbstständige zu gut kennt - ein Auftragsloch. Ich hatte zwar regelmäßiges Geschäft, das mich über Wasser hielt, aber die großen Projekte blieben aus. Ich hatte also jede Menge Zeit für mich, Sport, Yoga und vor allem zum Nachdenken... Und so keimte der Wunsch immer mehr in mir auf, meinem Leben noch mal einen andere Richtung zu geben, meine Persönlichkeit in einem anderen Umfeld auszuleben und einzusetzen. Womit ich vor Jahren noch scherzte (an jedem Spaß ist immer auch ein bisschen Ernst) "Wenn das nichts wird, dann habe ich immer noch Yoga und werde andere darin unterrichten", wurde plötzlich zu einem drängenden Wunsch. 

Und so machte ich mich auf die Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten zum Yoga Teacher. Die Recherche hat Wochen und Monate gedauert, denn das Angebot ist wirklich groß. Aber zu meinem Auswahlprozess werde ich in einem Blogbeitrag noch mal genauer berichten. Schlussendlich haben mich die Ladies von Damn Good Yoga in Hamburg überzeugt. Ich werde mich von den Beiden zum Vinyasa Yoga Teacher ausbilden lassen. Es wird eine Reise voller Spiritualität, Bewegung und Musik und ich freue mich riesig darauf!

Aber das bedeutet nicht, dass ich meine Selbstständigkeit mit Granular und als Beraterin an den Nagel hänge, sondern ich erschaffe mir damit vielmehr eine Diversifizierung meiner Berufstätigkeit. Ich wünsche mir, dass das zu jeder Menge Inspiration für beide Pole führt - dass mein Yoga meinen sehr analytischen und strukturierten Beruf als strategische Beraterin inspiriert und andersrum meine Beratungsprojekte eine Quelle der Inspiration, für meine Tätigkeit als Yoga Teacher, sind. 

Das bin ich - am Strand beim Yoga.

Das bin ich - am Strand beim Yoga.